Gesundheitswesen

Geodan Movida und RFID unterstützen logistische Prozesse an Amsterdamer Klinik (AMC)

RFID im Gesundheitswesen: Optimierung der Logistik in den Bereichen Patiententransport, Materialnutzung und Versorgung mit Blutprodukten in der chirurgischen Abteilung des AMC.

Geodan liefert die technischen Voraussetzungen für den Einsatz von Lokalisierungs- und Identifizierungsverfahren in der chirurgischen Abteilung des Academisch Medisch Centrum (AMC) in Amsterdam. Die Anwendung basiert auf einer Kombination aus aktiven und passiven RFID mit denen Geodan Movida Einsicht in die Vorgänge rund um die Patientenlogistik, Überwachung der Versorgung mit Blutprodukten, Materialnutzung und -verbrauch bietet und mögliche Fehlerquellen minimiert.

1. Patienten- und Facharztlogistik

Patienten trugen einen münzgroßen RFID-Tag in ihrem Identifikationsarmband, worüber diese in Echtzeit lokalisiert wurden während sie von der Krankenstation in die Op-Schleuse, in den Operationssaal und von dort in den Aufwachraum oder auf die Intensivstation gebracht wurden.

Das medizinische Personal trug anonymisierte Ausweise, um die Anwesenheit eines bestimmten Spezialisten im Operationssaal zu gewährleisten. Auf diese Weise konnte das Hinein- und Hinausgehen in bzw. aus dem OP kontrolliert und das Risiko von Infektionen durch häufiges Wechseln reduziert werden.

2. Überwachung der Versorgung mit individuellen Blutprodukten und deren Temperatur

Blutprodukte wurden mit einem passiven und aktiven RFID-Tag ausgestattet, wodurch die aktuelle Position und Temperatur sowie der Temperaturverlauf der Blutprodukte abgerufen werden konnten. 



3. Ein besseres Verständnis der Nutzung von Einwegartikeln durch RFID

Das Ziel dieser Anwendung war das Erfassen und Verfolgen von Materialien wie Implantaten und Verbrauchsmaterialien im OP-Bereich, um einen Überblick über die Verbrauchsmuster von hochpreisigem Material und Verbrauchsmaterialien mit einem hohen Durchsatz zu gewinnen. Ebenso war es nun möglich, den Patienten die tatsächlichen Kosten der Verbrauchsmaterialien zu berechnen, was dem Wunsch des AMC Krankenhauses nach weitgehend aktiver Bepreisung der medizinischen Leistungen entgegen kam.

Kunden und Bedarf

Die Anwendung basiert auf Geodan Movida und wird durch ein Konsortium unter der Leitung von Capgemini in Kooperation mit Intel und Oracle betrieben. Das Projekt wird finanziell sowohl durch das Gesundheits- als auch das Finanzministerium der Niederlande unterstützt.

Das Projektziel ist eine Effizienzsteigerung im Bereich komplexer chirurgischer Arbeitsabläufe und ein genaueres Maß für die Nutzung von Hilfsmitteln im Bereich der Arbeitsabläufe sowie eine Vergleichsmöglichkeit im Bereich der Qualitätskontrolle von Blutprodukten innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zu erhalten.

Ebenso ist es die Aufgabe des Projektes Richtlinien für umfassende Anwendungsmöglichkeiten von RFID im Gesundheitswesen sowie Optimierungsvorschläge und Hinweise auf mögliche technische Störungen zwischen RFID und medizinischem Gerät zu liefern.

Lösung

Patienten tragen einen münzgroßen RFID-Aufkleber (Tag) auf ihrem Identifikationsarmband und können so in Echtzeit lokalisiert werden während sie von der Station in die Op-Schleuse, den Operationssaal und anschließend in den Aufwachraum oder auf die Intensivstation gebracht werden.

Movida garantiert dabei einen besseren Überblick über die logistischen Abläufe durch ortsbezogene Dienste.

Neben der Bestandserhebung und Standardisierung besteht die Hauptaufgabe des Projektes mit Hilfe von drei Teilprojekten darin, den Nutzen von RFID-Anwendungen im Gesundheitswesen aufzuzeigen. Das erste Teilprojekt konzentriert sich auf die Identifikation und Lokalisierung von Personen rund um den Operationssaal. Der zweite Teil ermöglicht die Zuordnung von Patienten zu verbrauchtem Op-Material wie z.B. Prothesen und andererseits Einwegmaterialien mit einer hohen Umschlagshäufigkeit. Der dritte Teil übernimmt die Zuordnung von Blutprodukten und Temperaturüberwachung mit Hilfe von temperatursensitiven RFID-Aufklebern.

Funktionalität

  • Echtzeitidentifikation und Lokalisierung von Patienten, Personal, mobilen Geräten und Blutprodukten;
  • Echtzeitqualitätsüberwachung von Blutprodukten mit Hilfe kontinuierlicher Temperaturüberwachung;
  • Managementinformationen über:
      - Den Verbrauch von Blutprodukten und Einwegartikeln (pro Partient),
      - die Qualität der Blutprodukte und
      - Patientenbewegungen;
  • Echtzeitüberwachung von Blutkonserven/Patienten-Übereinstimmung gekoppelt an ein Alarmsystem.

Vorteile

Die Technik verhilft zu einem besseren Verständnis der Patientenbewegungen, des Materialverbrauches pro Patient und der damit verbundenen Kosten und führen zu einem effizienteren Materialmanagement, höherer Patientensicherheit und besserer Qualitätskontrolle.

Weitere Informationen

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